Chimmys Federung

Chimmys Federung

Vor ein paar hundert Jahren war in großen Städten nicht unbedingt weniger Lärm als heute. Die Wagen waren ungefedert, hatten hölzerne Räder mit eisernen Reifen und fuhren über Pflastersteine. Lange bevor Chares Goodyear 1844 erstmals Gummi vulkanisierte und Robert Thomson 1845 den Reifen patentieren ließ, kannte man bereits die Federung. Das hat zwar nichts gegen den Lärm geholfen, hat aber den Komfort der Kutscher und Reisenden erhöht und manches Transportgut gerettet. Für die meisten Fuhrwerke wurde damals die heute noch bekannte Blattfederung benutzt. Dabei werden Bänder aus Federstahl einfach oder in mehreren Lagen aufeinander als Feder für die Wagenachse benutzt.

Diese Art der Federung hat vor allem den Vorteil, dass die Achse keine komplizierte Führung braucht. Die Achse kann sich an der Feder in Grenzen nach oben und unten bewegen, ist aber seitlich und nach vorne und hinten gehalten. Für Chimmy verzichten wir auf Stahlfedern. Chimmy soll leicht sein. Da fällt mir ein, dass ich einmal einen Lattenrost ersetzt hatte und die Latten waren mir zu schade um sie einfach weg zu werfen. Diese Latten dürften von der Stabilität her reichen und mit etwas Farbe und ein paar Tricks wären sie nicht von massivem Eisen zu unterscheiden. Bleibt noch, herauszufinden, wie lange, wie viele und in welcher Form sie zusammen gebaut werden. Das wird wohl die nächste Etappe sein. Also bis bald mit Resultaten aus der Werkstatt.